Testmodelle » Cokulturen -
Das Immunsystem kommuniziert mit anderen Geweben
In-vitro-Prüfung des Einflusses von Pharmaka auf diese Regelstrecken
Die Hauptaufgabe des Immunsystems im menschlichen Körper ist es, allen anderen Geweben einen ausreichenden Schutz vor Infektionen bereitzustellen. Unabdingbare Voraussetzung hierfür ist, daß die Zellen des Immunsystems mit denen der jeweiligen Gewebe in einen bilateralen Dialog treten. Dies geschieht mittels der Freisetzung von Botenstoffen, welche auf entsprechende Reize hin von den Zellen des Immunsystems aber auch der Gewebszellen gebildet werden. Insgesamt resultieren hieraus sehr komplexe Regulationsnetzwerke, die jedoch unter geeigneten Bedingungen bereits in der Zellkultur in ihren wesentlichen Zügen untersucht werden können.
Zu diesem Zwecke werden in der EDI GmbH auch komplexere Kulturmodelle angeboten bzw. entwickelt, in welchen jeweils zwei verschiedene Zellarten (Gewebszellen verschiedener Organe zusammen mit Zellen des Immunsystems) in sogenannten Co-Kulturen gezüchtet werden. Diese Zellen können sodann in unterschiedlicher Weise mit den zu prüfenden Testsubstanzen (Medikamenten etc.) inkubiert werden. Eine Prüfung der Wechselwirkungen findet wiederum über die Bestimmung derjenigen Botenstoffe oder Zellprodukte statt, welche die Funktion der jeweils gewählten Zellarten am besten charakterisieren. Dabei ist es möglich, durch den zeitlich versetzten Einsatz verschiedener Aktivierungssignale ganz unterschiedliche Voraussetzungen in den Kulturen zu schaffen, die beispielsweise eine Simulation pathogenetisch relevanter Ausgangslagen erlauben.
Ein weiterer wichtiger Aspekt, vor allem peroral verabreichter Medikamente, ist deren Resorbierbarkeit durch das Darmepithel. Die in der EDI GmbH entwickelte Co-Kultur zwischen Zellen des menschlichen Immunsystems (z.B.: Vollblut) und einem differenzierten menschlichen Darmepithel (erzeugt aus CaCo-2 Zellen) erlaubt eine detaillierte Untersuchung nicht nur der Resorption, sondern auch der Wirkung von Medikamenten auf das regulatorische Wechselspiel zwischen Leukozyten und dem Darmepithel unter aktivierenden Bedingungen.
Da auch in diesen Kultursystemen ausschließlich mit Zellen menschlicher Gewebe gearbeitet wird, kann mit diesen Modellen eine weitere Lücke zwischen den einfacheren Zellkulturmodellen und dem Tierversuch bzw. dem Einsatz am Menschen geschlossen werden.
Co-Kulturmodelle humaner Zellen in der EDI GmbH
EDI-Co gut:
Darmepithel mit
- Makrophagen
- isolierten Leukozyten oder mit
- Vollblut
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EDI-Co skin:
Epidermis mit
- Makrophagen
- isolierten Leukozyten oder mit
- Vollblut
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EDI-Co lung:
Lungenepithel mit
- Makrophagen
- isolierten Leukozyten oder mit
- Vollblut
EDI-Co joint:
Synoviocyten mit
- Makrophagen
- isolierten Leukozyten oder mit
- Vollblut
EDI-Co vessel:
Primäre Endothelzellen mit
- glatten Muskelzellen
- Makrophagen
- isolierten Leukozyten oder mit
- Vollblut
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